Sexualität stärken. Schutz gewährleisten. Selbstbestimmung fördern.
Sexualität ist ein natürlicher, lebenslanger und zentraler Bestandteil menschlicher Entwicklung. Sie begleitet uns von frühester Kindheit über Jugend bis ins hohe Erwachsenenalter und berührt Aspekte wie Körpergefühl, Identität, Beziehungsgestaltung, Selbstbestimmung und persönliche Grenzen. Der Fachbereich Sexualpädagogik vermittelt altersgerechte, wertschätzende und fachlich fundierte Bildungs- und Unterstützungsangebote zu diesen Themen.
Unser Ziel ist es, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern und Fachkräfte darin zu stärken, Sexualität gesund, verantwortungsvoll und gewaltfrei zu leben. Dabei stehen der Schutz und die Rechte von Menschen – insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Unterstützungsbedarf – im Mittelpunkt unserer Arbeit. Sexualpädagogik leistet einen wichtigen Beitrag zu Selbstbestimmung, Grenzachtung, Gewaltprävention, Prävention sexualisierter Gewalt sowie zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen in allen Lebensphasen.
Unsere Arbeit ist dabei stets präventiv ausgerichtet und versteht sich als Beitrag zur systemischen Gewaltprävention: Wir betrachten Gewalt nicht isoliert, sondern im Zusammenhang von Beziehungen, Rollen, Lebensbedingungen und institutionellen Rahmenbedingungen.
Warum Sexualpädagogik wichtig ist
Wir unterstützen Menschen dabei, ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen zu verstehen, anzuerkennen und zu vertreten – eine wichtige Grundlage für gesunde Beziehungen, persönliche Sicherheit und die Prävention von Grenzverletzungen.
Wir vermitteln Wissen über Grenzen – die eigenen und die der anderen – und fördern ein respektvolles Miteinander. Die Stärkung von Grenzachtung und Handlungssicherheit ist ein zentraler Bestandteil unserer gewaltpräventiven Arbeit.
Sexualpädagogik ist keine einmalige „Aufklärung“, sondern ein Entwicklungsbegleiter: von der frühen Kindheit über die Pubertät bis ins junge Erwachsenenalter – passgenau, sensibel und verständlich.
Eltern und Bezugspersonen erhalten praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche sicher und gelassen zu begleiten. Fachkräfte werden kompetent geschult und beraten, wie sie sexualpädagogische und gewaltpräventive Themen in Schule, Jugendhilfe oder Betreuung verantwortungsvoll und professionell aufgreifen können.
Viele Eltern fragen sich: Was ist „normal“? Wie viel Information ist richtig? Wie spreche ich mit meinem Kind darüber?
Wir unterstützen Eltern und Bezugspersonen dabei, Sicherheit im Umgang mit sexualpädagogischen und präventiven Fragestellungen zu gewinnen.
Unsere Angebote für Eltern und Bezugspersonen:
- Informationsabende zu kindlicher und jugendlicher Entwicklung
- Beratungsgespräche bei konkreten Fragen oder Unsicherheiten
- Praktische Tipps für altersgerechte, entspannte Gespräche
- Materialien und Empfehlungen für den Familienalltag
Auch hier ist die gewaltpräventive Perspektive stets mitgedacht – mit dem Ziel, Schutz, Orientierung und Beziehungssicherheit im familiären Umfeld zu stärken.
Kinder und Jugendliche haben viele Fragen zu ihrem Körper, zu Gefühlen, Freundschaft, Liebe und Grenzen. In unseren Angeboten schaffen wir geschützte Räume, in denen sie altersgerecht, wertschätzend und ohne Scham sprechen, fragen und lernen können.
Was wir machen:
- Vermittlung von kind- und jugendgerechtem Wissen zu Körper, Entwicklung, Gefühlen und sexualisierter Gewalt
- Gespräche über Freundschaft, Nähe, Unterschiede zwischen Menschen und respektvolles Miteinander
- Stärkung des Bewusstseins für eigene Grenzen und die Erfahrung, dass „Nein sagen“ erlaubt und wichtig ist
- Förderung eines positiven Körpergefühls sowie der Wahrnehmung von Ressourcen und Stärken
Diese Angebote sind immer auch gewaltpräventiv angelegt, indem sie Orientierung geben, Selbstwirksamkeit fördern und Kinder sowie Jugendliche darin stärken, Grenzen wahrzunehmen und zu benennen.
Wie wir arbeiten:
- Altersangepasst, verständlich und ohne Fachbegriffe
- Mit Gesprächsrunden, kreativen Methoden, Spielen und Anschauungsmaterial
- Freiwillig, ohne Druck und orientiert an den Fragen der Teilnehmenden
Unsere Angebote verstehen sich stets im Sinne der systemischen Gewaltprävention. Sie zielen auf Stärkung, Aufklärung und präventive Begleitung.
Fachkräfte in Schule, Kita, Jugendhilfe oder Betreuung begegnen sexualpädagogischen und grenzbezogenen Themen regelmäßig im Alltag. Wir unterstützen sie dabei, sicher, reflektiert und professionell zu handeln.
Unsere Leistungen:
- Fortbildungen und Workshops zu Grundlagen der Sexualpädagogik und systemischer Gewaltprävention
- Inhouse-Schulungen, angepasst an die jeweilige Einrichtung
- Fachberatung bei Fragen, Unsicherheiten oder konkreten Situationen
Unsere Angebote verstehen sich ausdrücklich als beratende, qualifizierende und präventive Unterstützung. Wir begleiten Fachkräfte und Teams dabei, präventive Haltungen, handlungssichere Strukturen zu entwickeln.
Auch Menschen, die Grenzen überschritten haben, benötigen fachliche Begleitung. Ziel dieser Angebote ist es, Verantwortung zu übernehmen, Verhalten zu reflektieren und zukünftige Grenzverletzungen zu vermeiden.
In diesen Angeboten geht es um:
- Verstehen eigener Verhaltensmuster
- Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein
- Erlernen alternativer, respektvoller Handlungsstrategien
Der Schutz potenziell Betroffener steht dabei immer im Mittelpunkt. Auch diese Arbeit ist Teil einer systemischen, beratenden Gewaltprävention
Unsere Haltung
Grundlage unserer Arbeit ist ein ressourcenorientierter, inklusiver und schutzfokussierter Ansatz. Wir achten die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen, fördern Selbstbestimmung und setzen uns konsequent für Grenzachtung, Schutz und präventive Gewaltvermeidung ein – insbesondere für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf.